Tropisches Korallenriff weicht dem nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstieg aus
Eiszeiten — 2.6 — 0.01 Ma

Tropisches Korallenriff weicht dem nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstieg aus

In diesem klaren, aquamarinfarbenen Wasser gleitet eine Suppenschildkröte (Chelonia mydas) über einen schmalen tropischen Riffhang, auf dem verzweigte Acropora-Korallen und mächtige Porites-Kolonien eine lebende Mauer aus Creme-, Braun- und Olivtönen bilden; auf der überfluteten Kalksteinterrasse darunter liegen Riesenmuscheln (Tridacna gigas) in sandigen Mulden. Die Szene zeigt ein Interglazial am Übergang vom späten Pleistozän zum frühen Holozän vor etwa 15.000–8.000 Jahren, als der Meeresspiegel nach der letzten Eiszeit rasch um insgesamt rund 120 Meter anstieg. Dabei „wanderte“ das Riff hangaufwärts und landwärts – ein Prozess des Rückweichens oder Backstepping –, während ältere, während des glazialen Meerestiefs geformte Kalkflächen ertranken und von neuen Korallenriffen überbaut wurden.

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