Jungsteinzeit - Nordamerika
Auf einer leicht bewaldeten Flussterrasse der östlichen Waldländer Nordamerikas liegt ein saisonales Frühlingslager, in dem mehrere Familien zwischen Rinden- und Fellunterkünften arbeiten: Über flachen Feuerstellen steigt Rauch auf, Fische trocknen auf Gestellen, Kinder tragen Brennholz herbei, und Erwachsene setzen sorgfältig steinbewehrte Wurfpfeile und Schnüre instand. Die Szene gehört nicht zu einer „neolithischen“ Bauernwelt, sondern zur frühen bis mittleren Archaischen Zeit, etwa 6000–4000 v. Chr., als viele indigene Gemeinschaften Nordamerikas mobil lebten und ihre Lager dem Rhythmus von Fischzügen, Jagd und Sammelzeiten anpassten. Sichtbar sind typische Materialien dieser Epoche – bearbeiteter Chert, Geweih- und Knochengeräte, Bastfasern, Holz, Rinde und Hirschhaut – während Keramik, Metall und Ackerbau hier noch fehlen.