Höhlenlöwen jagen Wildpferde in der pleistozänen Mammutsteppe
Eiszeiten — 2.6 — 0.01 Ma

Höhlenlöwen jagen Wildpferde in der pleistozänen Mammutsteppe

Auf einer windgepeitschten Kuppe der eiszeitlichen Mammutsteppe pirschen sich zwei Höhlenlöwen, Panthera spelaea, mit dichtem grautawny Winterfell geduckt durch büschelige Schwingelgräser an eine nervöse Gruppe Wildpferde, Equus ferus, heran, deren kompakte Körper Staub aus lössreichem Boden aufwirbeln. Die Szene spielt im späten Pleistozän, vor etwa 100.000 bis 12.000 Jahren, in den trockenen, baumlosen Kaltsteppen Osteuropas oder Südsibiriens, wo periglaziale Böden, Froststrukturen und nährstoffreiche Grasländer eine außergewöhnlich reiche Großtierfauna trugen. Solche offenen Landschaften beherbergten neben Pferden und Höhlenlöwen auch Wollmammuts, Steppenbisons und Wollnashörner – ein heute verschwundenes Ökosystem, das die Härte und Weite der Eiszeit eindrucksvoll vor Augen führt.

Other languages